“Ihr Blut raste mit solcher Geschwindigkeit durch ihre Venen, dass sie sich die Kleider vom Leib riss und er auch.” Dieser Satz stammt aus dem Roman Brida von Paulo Coelho und brachte dem Autor eine Nominierung zum Bad Sex Award ein. Die renomierte britische Zeitung Literary Review zeichnet damit seit 1993 Autoren zeitgenössiche Romane für die schlimmste Beschreibung einer Sex-Szene aus.
Ebenfalls zu den Nominierten gehörte The Gate of Air von James Buchan. Gewonnen hat den diesjährigen Bad Sex Award allerdings die 43-jährige Journalistin Rachel Johnson mit ihrem dritten Roman Shire Hell. Qualifiziert hatte sich der Roman zum Bad Sex Award mit der Passage:
“JMs Hände streicheln meine Brüste, jetzt, und ich darf seine Küsse erwidern, aber nur für einen Augenblick, da er mich unterbricht, um jeder Brust die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihr gebührt. Und während er mit seinem Mund knabbert und zieht, finden seine Hände meinen Busch, und mit leichten Fingern flattert er dort umher, als sei er eine Motte, die in einem Lampenschirm gefangen ist.”
Rachel Johnson nahm die kleine Blamage gelassen hin und die Skulptur bei der diesjährigen Preisverleihung im Stadthaus des Naval & Military Club am St. James’s Square vor 400 geladenen Gästen entgegen. Schließlich hatten in den vergangenen Jahren renomierte Autoren wie der 2007 verstorbene Norman Kingsley Mailer oder Salman Rushdie, A.A. Gill und Melvyn Bragg ebenfalls die zweifelhafte Ehre.
